kleine Anekdote am Rande

Wunderschön immer wieder zu erfahren, wie wichtig und essentiell die Fasnacht für Zeller jeden Alters ist und welchen Stellenwert hierbei der Hürus hat.

Wie Ihr Euch sicherlich erinnern könnt, hat der Merkle Uli kürzlich einen Zeitungsartikel darüber geschrieben, dass der Hürus jetzt auf seiner Burg in Altenstein ein ganzes weiteres Jahr warten muss, bis er am Zeller Ölfte Ölfte endlich die Macht über uns Narren ergreifen darf.

Dies hat auch die 7jährige Pauline aus Mambach erfahren.
Das ganze Thema wühlte ziemlich in ihr und nach einigen Stunden fasste sie den Entschluss, den sitzengelassenen Hürus trösten zu müssen.
Sie war sich, nach einigem Grübeln, sicher, dass mit einem schönen Bild von ihm mit seiner künftigen Amtsrobe das Jahr doch halb so schlimm zu ertragen sei.

Anbei eine Ablichtung Ihres Meisterwerkes:

 

 

 

 

 

Ist das nicht süß? Und schreibt Fasnacht nicht manchmal die schönsten Geschichten?

…jetzt muss er eben ein Jahr warten

In diesen traurigen Tagen muss der Hürus hinter den Gittern der Burg Altenstein bleiben. Zum Glück hat er einen Internet-Anschluss bekommen

Zeitungsartikel vom 07.11.2020 , verfasst von unserem Uli Merkle:

Der Wald um seine Burg ist inzwischen bunt gefärbt. Die dunklen Wolken lassen das Bunte allerdings nur in novembergrauen Tönen erscheinen. Kein Vieh ist mehr auf den grünbraunen Matten zu sehen. Vom Regen der letzten Tage stecken Nebelschwaden zwischen den Bäumen fest. Einige Nebelfetzen wabern aber bis hoch zu ihm auf seine Burg. Die Feuchtigkeit zieht langsam in das alte Mauerwerk ein. Es wird ungemütlich in der Burg Altenstein hoch über dem Angenbachtal.

„´S isch Ölfte Ölfte“, denkt der Hürus wehmütig vor sich hin. Heute wäre sein Tag gewesen. Heute noch würde er als neuer Hürus in die Zeller Stadthalle einmarschieren. Heute würde das Geheimnis um ihn gelüftet. Heute würden ihm die Zeller Fasnächtler zujubeln. Dann wäre ihm seine unwirtliche und zugige Burg ziemlich egal. Dann wäre er in Zell bei seinem Narrenvolk. Dann wäre Fasnacht. Dann würde die Sonne für ihn sowieso scheinen.
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