Au in de Rundi chasch a´ecke - Hürus Kai vo de Sägi


  Ankewiib  
 

Das Leben war früher auch für die Bauern in Riedichen hart. Um ihr bescheidenes Einkommen aufzubessern, stampften sie Butter nicht nur für den Eigenbedarf. In aller Regel war dies die Aufgabe der Frauen, die dann die Butter immer am Freitag und Samstag an die Kundschaft in Atzenbach und Zell verkauften. Bis in die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts war das so. Die Riedicher  Maskengruppe der Angewiiber erinnert heute an diese Bauersfrauen die Woche für Woche mit einer Zaine voll Butter ins Tal hinab gingen, um ihre Butter an den Mann, bzw. an die Frau zu bringen.

Bereits im Gründungsjahr der Bergvogtei Riedichen 1973 wurden die Angewiiber ins Leben gerufen. Pate war einmal mehr der damalige FGZ-Präsident Hans Fräulin, der die Riedicher bei der Gestaltung dieser traditionellen Figur beriet.

1977 konnten die Angewiiber am Riedicher Chappeobe ihr neues Kostüm erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. Der Entwurf stammt von Kurt Winkler. Die Maske selbst zeigt das freundliche, buttergelbe Gesicht einer Bäuerin mit leuchtend roten Wangen. Mit dabei haben die Angewiiber, getreu dem Original, immer eine Zaine voll mit Angeschnitte, die bereitwillig an Besucher und Zuschauer verteilt werden. Auch der eine oder andere Schnaps wird ausgeschenkt.

Heute umfassen die Angewiiber 16 Maskenträger und zehn bis zwölf kleine Angewiiber. Sowohl Frauen und Männer sind unter den Masken.



 
Schrätteli
Märtwiib
Wellemacher
Möhregeist
Schönebuechelotzi
Ankewiib
Zeller-Alti
Beeriwiib
Seiler
Zweidotter
Wäschwiib
Fuhrmann
Füürigi-Marcher
Chäsbohrer
 
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