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„‘S got degege – jetzt scho!“

Uli und Marius haben sichtlich Spaß beim erstellen und einspielen der Podcast Folgen Was ist denn da im Zeller Fasnachtshus los? Mitten im Sommer hört man dort abends Stimmen, das Licht ist an, obwohl die Eingangstür des fasnächtlichen Kleinods verschlossen ist. Innen, im Stübli, herrscht ein wirres Durcheinander: Auf dem Boden und auf dem Tisch verlaufen Kabel kreuz und quer, aufgeklappte Laptops stehen herum, LED-Lichter eines Mischpults flackern unaufhörlich in verschiedenen Farben, Kopfhörer liegen verstreut, Mikrofone stecken in den Halterungen der Stative. Nur Marius Lais, der Kanzler der Fastnachtsgesellschaft, scheint als Einziger hier noch den Durchblick zu haben, denn er sitzt mitten in diesem Wirrwarr. Was er macht? Er produziert einen Podcast, der rechtzeitig zum 400‑jährigen Jubiläum der Zeller Fasnacht online gehen wird.

Zum Jubiläum im kommenden Jahr strotzen die Verantwortlichen der Fastnachtsgesellschaft vor Ideen, um diesen Anlass zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Mit einem Podcast – also einer Serie von Audiodateien, die im Internet abgerufen werden können – soll auf die Zeller Fasnacht und deren 400‑jährige Geschichte aufmerksam gemacht werden. In jeder einzelnen Folge wird ein Gespräch über ein fasnächtliches Thema geführt. Die Macher wollen damit auf das 400-jährige Jubiläum der Zeller Fasnacht einstimmen und Interessierten die Möglichkeit bieten, sich während des Alltags niederschwellig, sei es beim Kochen oder Autofahren, zu informieren und sich unterhalten zu lassen.  Marius Lais ist der Moderator. Ihm zur Seite steht Alt-Hürus, Alt-Vogt und Alt-Fasnächtler Uli Merkle. Zu jeder Folge werden Gäste als Gesprächspartner eingeladen. In lockerer Atmosphäre wird am runden Tisch im Fasnachtshus diskutiert, erzählt, gelacht und manches Geheimnis der Zeller Fasnacht gelüftet. Auf die Fragen „Wieso passt jedem Hürus, ob groß oder klein, das Hüruskostüm?“ oder „Was bespricht der alte Hürus mit dem neuen, wenn er ihm das Zepter überreicht?“ gibt es beispielsweise Insiderinformationen aus erster Hand. Aber auch ernsthafte Themen kommen auf den Tisch – so wird in einer Folge lebhaft diskutiert, ob auch eine Frau Hürus werden kann.

Die erste Podcast-Folge wird eine Woche vor dem Ölfte Ölfte online gehen, die letzte zur Buurefasnacht. Jeweils freitags, um 0:00 Uhr, wird die neueste Folge veröffentlicht. Abrufbar sind sie über die gängigen Streaming-Dienste wie Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt, sowie über die Website der Fastnachtsgesellschaft (zeller-fasnacht.de). Die einzelnen Folgen haben eine Dauer von ungefähr 60 Minuten, wobei die jeweilige Gesprächsrunde durch Einspieler unterbrochen wird. So werden auch Meinungen von interviewten Zellern aber auch Überraschungsgästen zu hören sein. Außerdem gibt es informative Einspieler wie „Tratsch im Städtli“, bei dem das Allerneueste aus der Gerüchteküche ans Tageslicht kommt. In „Ulis urigi Gschichtsstund“ gibt es fundierte historische Informationen zur Fasnacht. Bei „Wieviel, vo was, isch wo?“ werden knallharte Fakten und Zahlen präsentiert. Oder wüssten Sie beispielsweise aus dem Effeff, wie viele Gulaschsuppen am Ölfte Ölfte über die Theke gehen?

Man darf auf dieses neue Projekt der Fastnachtsgesellschaft gespannt sein. Die Vorbereitungen dazu laufen schon seit Ende des vergangenen Jahres, zeitlich unabhängige Themen werden jetzt – mitten im Hochsommer – aufgenommen. Das Interview mit dem neuen Hürus kann natürlich erst unmittelbar nach dem Ölfte Ölfte geführt werden; man weiß ja noch nicht, wer es sein wird. Die Fragen, die auf den Hürus zukommen werden, liegen allerdings schon ausformuliert auf dem Tisch – mitten im Wirrwarr aus technischem Equipment. Drum herum schwitzen die Fasnächtler bei hochsommerlichen Temperaturen und teilweise auch heißen Themen, spannenden Geschichten, wissenswerten Fakten und lustigen Begebenheiten. Diese werden im Podcast „So sin mir – Der Zeller Fasnachts-Podcast“ zu hören sein.

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